Donnerstag, 28. Februar 2008

Dienstag, 26. Februar 2008

:: einer der tage ::

...an denen die sonne scheint, aber man trotzdem mit dem falschen fuss aufsteht. an denen nichts so läuft, wie man es gern hätte. die zeit erst nicht vergeht, dann plötzlich der zeiger auf drei springt.
ich stehe am fahrkartenautomaten. krame meinen letzten zehn-euro-schein aus dem portemonnaie, um mir ein zehn-fahrten-ticket zu kaufen. ich wähle das ticket und lasse den automaten meinen schein in sich aufsaugen. er schluckt kurz und bringt nichts ausser ein kurzes bäuerchen. das wars. leere im fach, wo jetzt eigentlich mein ticket und dazu das passende wechselgeld auf zehn euro rauskommen sollte. ich schlucke ebenfalls. gebe ihm kurzerhand einen klopfer auf die schulter und hoffe angestrengt, er würde doch bitte noch ein bisschen mehr sagen. plopp! zwei euro kommen unten an. ich untersuche das fach auf gründlichste. zwei euro, sonst nichts. immerhin ein anfang, denke ich. und klopfe ihm noch ein, zweimal auf die schulter. aber nichts passiert. mein schein scheint ihm wohl geschmeckt zu haben. kurzerhand wähle ich die nummer, die auf dem automaten dankenswerter weise angegeben ist. aber niemand antwortet. wohl siesta-zeit. die bahn kommt. ich steige also ein und wende mich dem fahrer zu, auch wenn man das eigentlich nicht machen soll, siehe hinweis. er sagt, ich solle 'benimaclet' aussteigen und dort meine beschwerde melden. leider fehlt mir an dieser stelle die zeit, also schaue ich abends dort vorbei. ich fülle das formular gründlich aus, gebe meinen namen, ausweisnummer und eine kurze schilderung des vorgangs an. sachlich. der freundliche mann tippt alles in seinen computer und gibt mir eine entschädigung für meine anreise, eine karte mit zwei fahrten. ausserdem mein 'bono-ticket mit zehn reisen' und mein wechselgeld, 'drei euro neunzig'. sehr freundlich. und mit dem richtigen fuss verlasse ich sein häuschen.

Montag, 25. Februar 2008

:: dingsbums, sowieso, soundso und undsoweiter ::










































experimente mit meiner lochkamera im vans-schuhkarton am montag, den 25. februar 2008.
auf dem gelände der facultad bellas artes der universidad politécnica de valéncia.

Sonntag, 24. Februar 2008

:: valencia bei nacht ::

















tanzen. lachen. musik. trinken. tanzen. lachen. fallen lassen. eine durchgemachte nacht. ein himmelhellwerden am hafen. die sonne versteckt sich hinter den wolken, und zeigt dennoch ihre kraft. mit dem taxi nach hause. einschlafen. die musik hallt noch in den ohren. das zimmer riecht später nach alkohol und zigaretten, nach musik, tanzen, lachen und spaß.

Mittwoch, 20. Februar 2008

:: mein 'freier' mittwoch ::

zwangläufig. denn mittwoch gibts keine 'freiwilligen-seminare' an der upv. so habe ich die vergangenen mittwoche dazu genutzt, mein port folio zu gestalten. abgesandt ist es nun, die ersten antworten sind auch eingetroffen, aber noch ist nichts entschieden. also weiterhin offenheit für das, was nach valencia kommt. nachdem es montag mal wieder 24 stunden stückregen gab und ich pitsch-patsch-nass zu hause ankam, hab ich nun eine laufende nase und kratzen im hals. selbst schuld, hab ich doch im guten glauben weihnachten meine gummistiefel schon in deutschland gelassen. es ist ja wirklich nicht so, dass wir aus deutschland keinen regen gewöhnt wären. aber der regen ist hier anders. ich weiß nicht, ob es dafür meteorologische beweise gibt, aber wenn es in spanien/valencia regnet, dann ist es nicht ein bewölkter tag mit ständigen regengüssen, sondern eine durchgehend schüttende gießkanne. konstant. anhaltend. beständig. ein regenvorhang. und wenn man durch den durch muss, dann wird man sehr nass. es gibt keine trockenphasen die einem zeit geben in der bahn zu verschwinden, keine schauern die einen kurz mal die gelegenheit geben, schnäppchen im ausverkauf zu machen. es regnet die ganze zeit. ich habs probiert, bin im corte inglés verschwunden und hab die architekturbücherabteilung unter die lupe genommen. bin mit dem finger an den buchrücken vorbei. nicht interessant für mich, brauch ich nicht, nettes buch aber leider auch nicht interessant, hormigón (beton). ah, guck ich da doch mal rein, weils auf einen betonbau doch hinauslaufen könnte. ich schlage das buch also in der mitte auf und das erste, was in mein auge springt ist das betontragwerk, was im sonderforschungsbereich bei uns am lehrstuhl entwickelt wurde. es folgen vier seiten über die forschungsarbeit und eine namentliche erwähnung von herrn schneider und herrn schätzke. leute, ihr seid berühmt! leider konnte ich meine heimliche freude und den kurzen stolz, den ich verspürte, an ort und stelle mit niemanden teilen. nur spanische regenschirmträger und kellersupermarkthochkommer da. also wieder zurück auf die straße, zum regen. genauso wenig, wie man in spanien/valencia auf die winterliche kälte eingeht, so verzichtet man auch auf eine funktionierende kanalisation. dazu kommen tiefe schlaglöcher in straßen und gassen, die sich zu kleinen badewannen ausbilden und nur prädestiniert dafür sind, dass man hineintritt. meine stiefel trocknen jedenfalls seit montag nachmittag immernoch vor der heizung. ob sie vor meiner rückreise überhaupt nochmal trocken werden?
gestern habe ich eine mehrstündige pause zwischen zwei kursen dazu genutzt, die bibliothek zu erkunden. irgendwie hat es mir doch gefehlt, das stöbern in büchern. rausholen, reinlesen, reindenken, zurückstellen. oder einstecken. an dieser stelle spreche ich mich für die rückkehr des regalstöbersystems in der aachener bibliothek aus. unterschriftenliste folgt demnächst. es folgt mein erste neufert auf spanisch. montag hatte mir ellen dankenswerter weise noch die sonnenstandseiten gescannt. gestern stellte ich dann fest, dass lediglich die begriffe, nicht aber die daten auf spanisch übersetzt sind. die berechnungen sind also genau auf die gleiche nördliche breite von dortmund-göttingen-halle-militsch zurückzuführen. obwohl nicht einmal ich als deutscher abiturient weiß, wo militisch liegt...aber keine abschweife über mangelden erdkundeunterricht an deutschen schulen oder die pisa-studie an dieser stelle. denn das blättern im 552-seiten-neufert hat mir in jedem falle 5 euro eingebracht, die ein vorgänger offenbar als lesezeichen verwendet hatte. hat sich also gelohnt. nachdem ich später meinen studentenausweis-schrägstrich-bankkarte-schrägstrich-bibiotheksausweis in meiner linken jackentasche wiederfand, konnte ich mir einige der schmöker sogar mit nach hause nehmen. und so den heutigen zu-hause-bleiben-können mittwoch zu recherchezwecken im bett verwenden. und einige der aufgeführten gotteshäuser haben mit sehr inspiriert. vielleicht baue ich gleich auch mal ein ganz spanisch-untypisches arbeitsmodell und lass das mal ein bisschen auf mich wirken. denn da bin ich immer noch ganz deutsch.

Montag, 18. Februar 2008

:: big sister is watching you ::

jetzt gibts mich auf wunsch live und in farbe, direkt auf euren bildschirm. und auch nicht zu dunkel wenn mein lichtlein brennt ;-)
liebe grüße aus valencia, steffi

Mittwoch, 6. Februar 2008

Dienstag, 5. Februar 2008

:: mein wochenende mit marietta ::

madrid ist vielfältig, pulsierend, leidenschaftlich und inspirierend. die menschen laufen in schlangen durch die straßen, ihre ziele vor augen, selten schlendernd. in gruppen strömen sie über die schwarz-weißen streifen wenn das grüne männchen das signal dazu gibt, die leuchtreklamen locken. in den bars und cafés tauschen sie geschichten aus, der hund liegt schlummernd auf dem boden und wird mit den fingerspitzen der rechten hand leicht gekrault. er fühlt sich wohl, die menschen fühlen sich wohl, ich fühle mich wohl. an den mauern der stadt sind gesprühte gemälde ausgestellt, die läden und restaurants dekorieren ihre fenster sorgfältig, die flyer an der türschwelle sind durchdesigned. es scheint, als haben die sechs millionen bürger über nacht die museen geräubert und tragen die kunst nun auf die straßen hinaus. ein esslöffel new york, ein bißchen spanische gewürzmischung, großstadtflair, grün und königliche anmut, fertig ist madrid. aufregend, modern, vorausschauend. so viele seiten habe ich in meinem notizbuch selten in so kurzer zeit mit so vielen einfällen, ideen und kleinen kritzeleien gefüllt. schön gemacht, madrid!























danke marietta für die schöne zeit!
p.s. ich komme wieder, hab nämlich meinen reiseführer bei dir liegen lassen...hehe.

Montag, 4. Februar 2008

Samstag, 2. Februar 2008

:: madrid ::

'dort, wo sich die wege kreuzen
wo man das meer nicht spüren kann
wohin der flüchtige immer zurückkehrt
ganz klar, ich spreche von madrid.'

(joaquín sabina, liedermacher)