unglaublich...unglaublich lang hab ich doch nichts mehr hier hinterlassen, fällt mir auf. liegt es daran, dass ich mich mittlerweile an das anderssein des landes, denkens und der kultur gewöhnt habe? den anderen umgangston, die andere lebensweise, die eigenheiten? gar angepasst? sie adaptiert? hat meine persönlichkeit ein neues zu hause gefunden? ich? hmmm. wenn ich darüber nachdenke gibt es schon immernoch situationen, in denen skurriles passiert, aber es scheint mich nicht mehr halb so doll zu jucken. also vielleicht doch gewöhungstier. mitzieher. im-strom-schwimmer. darüber muss ich kurz mal grinsen.
vielleicht liegt es auch daran, dass ich in letzter zeit mit uni und einigem anderen zu gange war und immer noch kein rezept gefunden habe, die zeit auch nur ein bisschen langsamer vorbeiziehen zu lassen. vielleicht habe ich nur schon alle geschichten über fahren-bei-rot, lautes paella-(fr)essen-mit-der-ganzen-familie, uni-chaos, verrückte wetterspiele und siesta-machen-und-lange-aufsein erzählt? oder aber es liegt an meinem vorsatz, die verbleibenden wochen einfach nur zu genießen und in schöner erinnerung zu behalten...
die besten grüße in die geliebte heimat!
un beso, steffi
Dienstag, 29. April 2008
Dienstag, 8. April 2008
:: einmal kopf durchpusten bitte! ::
ich laufe wieder. die gesamte strecke quer durch andalusien haben wir nicht einen stau gesehen. die vollste strecke war die a7 von marbella nach málaga. und nun volles haus - im turia! der park lebt wieder, die läufer müssen in der dämmerung den weg aneinander vorbei finden. es wird gelaufen, geschwitzt, geatmet. es ist frühling!
:: tage wie dieser... ::
...verändern mein leben? ...meine einstellung? ...meine stimmung.

aufgestanden weil ich es musste. denn ellen musste zur bahn, schon wieder ihren rückflug antreten. anschließend warte ich, bis der supermarkt öffnet. die verkäufer räumen noch die regale ein, füllen sie mit frischem, duftendem brot, milch und käse. ich kaufe ein und schlender mit den tüten nach hause. später mache ich mich auf den weg zur uni. wir tauschen ideen für unseren spielplatz aus. der kreative teil meines gehirns scheint langsam wieder warm zu werden. das sprachzentrum fängt sich ein lob meiner spanischen mitstudentin ein. es lernt dazu, tag für tag. ich mache noch einen termin mit dem fotografieprofessor für mittwoch, dann mache ich mich auf den weg zur bahn. ich passiere eine reihe von lavendelsträuchern, strecke meine hand aus und reibe eine blüte zwischen daumen, zeige- und mittelfinger. ich schließe meine augen und rieche, atme den sommerlichen, mediterranen duft ein. er inspiriert mich für das spielzeug, das ich für mein design projekt umsetzen will. ich nehme die bahn nach hause, skizziere im kopf und denke über formen, farben und textilien nach.
ich bin müde. ich lege mich auf mein bett und schlafe umgehend ein. nach meiner siesta habe ich zwei nachrichten von freunden auf meinem computer. leider sind sie schon wieder offline, deswegen schreibe ich nun einige kurze mails, um alles zu klären, was mir gerade im kopf schwirrt. ich fühle mich befreit und fange an, einige seiten in meinem skizzenbuch zu füllen. den nachmittag über schaue ich einige folgen o.c. am späten abend trifft eine mail aus los angeles ein. sie sagt mir, dass ich den sommer auch in californien verbringen kann. ich fange an, wieder über die zeit nach valencia nachzudenken. über meine ziele, wünsche und planungen. werfe alles durcheinander und fange an, wieder neu zu sortieren. versuche logik in alles zu bringen und ordne mich, telefoniere mit meiner familie und engen freunden. keiner weiß, was morgen kommt. keiner weiß, was der morgige tag bringt. keiner weiß, was das beste für mich ist. aber so wie es kommt, ist es richtig.

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