immer dieselbe frage, immer dieselbe antwort. deutschland. ich komme aus deutschland. es klänge schon bald ein wenig langweilig, wenn die antwort auf die gegenfrage nicht ständig eine andere wäre. ich komme aus den niederlanden. ich komme aus north carolina. ich komme aus island. ich komme aus canada. ich komme aus tschechien. ich komme aus wien. ich komme aus australien. ich komme aus italien. ich komme aus mexiko. und ich aus neuseeland.
in den letzten tagen habe ich gemerkt, was das potential valencias ist. seine internationalität. seine vielfalt, seine geschichten. seine abenteuer, die spontanität und offenheit der menschen. und die spannung, dass jeden tag, jede stunde, jede minute ein abenteuer um die ecke kommt.
die letzten tage waren wirklich aufregend. meist bin ich mit tereza unterwegs gewesen, eine pragerin, die ich im sprachkurs kennen gelernt habe. sie ist wahnsinnig freundlich, offen, spontan und hat immer ein lachen parat. und kann reden. dagegen wirke ich gerade schon still. klingt komisch, ist aber so. und wir haben das gleiche problem. denken stets in englisch und übersetzen dann in die sprache, die jeweils gerade angesagt ist. klappt meistens, aber eben nicht immer. und dann kommt ein wort, das gerade nicht in die reihe der anderen passt und sorgt zumeist für einen lacher, weil der erzähler zumeist genauso dumm aus der wäsche guckt wie der, der zuhört.
samstag waren wir zunächst bei mir zu haus, dann später in der altstadt unterwegs. am sonntag folgte der nötige schlaf. und frühstück um viertel vor fünf. da hatte ich aber auch schon geduscht! montag waren wir wieder im el carmen unterwegs, diesmal im radio city. eine tolle möglichkeit zum weggehen und eine tolle alternative zur allmontaglichen erasmus-party im studio, das aufgrund seiner größe, seiner musik und der leute, die sich hier aufhalten, leider nicht überzeugen kann. wissen wir jetzt. dienstag abend wollten wir nichts machen. eigentlich. doch dann ging ich gegen halb neun joggen im turia, dem stillgelegten fluss von valencia, in dem sich mittlerweile einer der größten parks befindet, die ich je gesehen habe. aber ein kapitel, das ich ein anderes mal sicher noch näher ausführen werde. den turia überqueren diverse brücken, alte und neue, die für die verkehrstechnische anbindung an die "neuen" stadtviertel im norden sorgen. unter einer dieser brücken gibt es ein großes wasserbecken. rund um dieses wasserbecken waren an diesem dienstag abend weiße lampen, bars und verschiedenste sitzgelegenheiten aufgebaut. ich konnte nichts genaues erkennen, wusste aber: da muss ich hin! also lief ich meine runde nur zuende und rief dann tereza an. wir trafen uns um elf uhr. sofas, tipizelte, bänke und liegen erstrahlten in hellem weiß. die lichter spiegelten sich im wasser. dazu chillige musik. die menschen plauderten angeregt unter dem rot leuchtenden himmel der nacht. wir hatten keine einladung. an leckere getränke kamen wir auch so.
gegen zwei uhr befanden wir uns wieder auf dem heimweg. im gepäck eine einladung zu einer vernissage am nächsten tag. der wir natürlich folgen mussten. und das waren die besten tapas, die ich in valencia bisher genoss. dazu wein, sekt (oder war es champagner?), bier, was immer das herz begehrte. und nebenbei schöne möbel. und die nächste einladung. in ein haus, das bald dem abriss zum opfer fällt. derzeit aber noch von einem künstler bewohnt wird, der alles anmalt. und hier meine ich wirklich alles! das habe ich noch nicht gesehen. selbst stereoanlage, kamera und toilette waren hier nicht mehr in ihrer originalcolorierung vorhanden. unglaublich. spannend. und wohl einzigartig. anschließend trafen wir uns noch mit ein paar freunden im caribbean. der erasmus-mittwoch. und auch diese party fiel einem zu kleinen raum, einem schlechten dj und einem feiernden volk, das sich verhielt wie im ersten sommerurlaub ohne eltern auf ibiza, zum opfer. nicht das, was wir suchten. also werden wir in zukunft nicht mehr suchen. nur finden.
Donnerstag, 27. September 2007
:: las fiestas ::
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