Montag, 31. März 2008

:: die bläser haben noch luft, und ein bisschen pyrotechnik ist auch noch da ::

wir schreiben den 31. märz 2008. meine schwester hat geburtstag – herzlichen glückwunsch auch nochmal auf diesem wege! – und die spanier haben immer noch nicht genug. es ist día de san vicente ferrer. na schön, nehmen wir den halt auch noch mit.

geweckt werde ich von der blaskapelle. ich fühle mich zurückversetzt in die zeit der fallas und muss mich erstmal sortieren. seitdem sind etwa noch drei weitere blaskapellen durch die straße gezogen. jetzt ist es drei feuerwerke später, mein nachbar singt wieder seine orgien auf albanisch oder sonstwas (tschuldigung, soll wirklich nicht diskriminierend rüber kommen, nur das gesingsang klingt wirklich immer gleich lalalala auf und ab und wieder auf und wieder ab). ach, es ist schön. in spanien.

Sonntag, 30. März 2008

:: sunday chilly sunday ::

zurück von der rundreise. mein adrenalinpegel ist immernoch auf hohem niveau. ich bringe meine eltern auf den neuesten stand und lege mich auf mein bett. nach zwei minuten "wissen macht ah" schlafe ich mich gesegnet in den sonntag hinein. um zwei uhr werden die uhren vorgestellt.
ich wache gegen halb neun auf. noch gewohnt an "aufstehen und rein ins auto". mein magen knurrt. ich esse ein paar cornflakes und stelle fest, dass ich von ralph und shary gerade mal vorspann und anmoderation mitgekriegt habe. also folgt nun der rest. ich packe meinen koffer aus. die reiseerinnerungen fallen mir in die hände. mein kopf ist voll mit den erlebnissen der letzten acht tage. meine dreckigen sachen wandern in die maschine.
um zwei bin ich mit merit im "pan de queso" an der ecke zum kaffee verabredet. wir schauen uns die fotos der vergangenen woche an und bemerken erst jetzt richtig, was wir da alles gesehen haben. ich lasse meinen laptop zu hause und wir machen uns auf ins museum. sehen uns zunächst an, was die spanier geschichtsträchtiges aus ihrem boden gebuddelt haben. messer aus stein, schädel von neandertalern, riesige vasen und schmuck aus muscheln. im nächsten museum gibts das kontrastprogramm: joseph beuys. provokante kritik am system. viele deutsche aufschriften, texte, lyrik. ich frage mich, welcher spanier auch nur annähernd den sinn und zweck dieser kunst verstehen soll. und gehe weiter. hinein in einen chilligen sonntag nach der reise.

Mittwoch, 26. März 2008

:: es geht rund... - in spanien! ::


start: freitag morgen, valencia. 8 uhr. vom flughafen aus werden wir zur autovermietung gebracht. der erste teil unserer strecke beginnt. ab in den sueden! unser begleiter ist ein schwarzer nissan micra. suess ;-)
immer die e-332 runter. leider fehlt unserem kleinen flitzer der radio-code. aber er ist ersetzbar! zwischenstopp und autotausch in alicante. der neue: ein peugeot 207, knallblau und sehr suess ;-)
wir taufen in jack. also: hit the road, jack!

nach einigen kurzen zwischenstopps erreichen wir am abend los alcazares. sieht sehr huebsch aus, also entscheiden wir uns, hier zu bleiben. am abend fahren wir noch nach cartagena. nach einer glorreichen nacht im land der traeume geniessen wir am morgen das erste fruehstueck am binnenmeer, dem mar menor.

weiter entlang der kueste fahren wir am sonntag nach almería. wir finden ein nettes quartier bei einem alten ehepaar, ziemlich zentral. am abend ruhen wir uns nur aus, am naechsten tag erkunden wir hafen und stadt. alles noch bisschen schlaefrig hier, also ziehen wir weiter.

es folgt ein toller autofahrtag hinauf in die sierra nevada. wir landen in einem dorf namens bilbón. man koennte auch oertchen sagen. oder kaff. super luft, aber nix los ;-)
dafuer gibts tapas, den ersten fernseher seit tagen und eine wahnsinnsaussicht. dazu eine huebsche stube mit kaminfeuer, nette leute und immer noch mehr herrliche luft. erholung ist angesagt. am abend entschliessen wir uns, es hier noch einen tag laenger auszuhalten und jack den berg hinauf zu quaelen. dann aber auch uns selber. wandern. wow hab ich das frueher gehasst. wie die zeiten sich aendern. wir koennen unglaublicherweise bis marokko gucken, trotz diesiger luft und in etwa 250 kilometern distanz. auf unserer seite gibts mehr oder weniger spannende "wilde tiere", schneebedeckte berge und immer noch herrliche bergluft.
nach circa 3 stunden hinauf steigen wir hinab und fahren ins dorf. geniessen eine brotzeit mit bocadillo. der rest des nachmittags gehoert unseren buechern... und gute nacht.

nach dem fruehstueck schicken wir jack um den berg, rein in die stadt. es geht nach granada. nach dem abladen im hostel erkunden wir stadt und menschen. und irgendwie haben wir das dumme gefuehl, dass wir nicht die einzigen touristen hier sind. abends gibts internationale gespraeche im hostel. brasilianer, kanadier, chinesen, whatever. wir verstehen und gut und tauschen reisetipps aus. nebenbei schwaermen wir von zu hause - valencia...
wir schlafen gesegnet ein....

...und stehen frueh auf, um die ersten zu sein in der schlange vor der alhambra. naja die ersten sind wir nicht. aber auch nicht die letzten. eigentlich kommen wir super, denn einige hundert haben sich falsch angestellt, muessen sich umstellen, und dummerweise stehen wir nun mittendrin. trotzdem ist es schweinekalt. der kaffee waermt, und die hoffnung darauf, tickets fuer den heutigen morgen zu kriegen, stehen gut. statt einkalkulierter 12 euro zahlen wir als glueckliche studenten nur 9. super. ist der kaffee schon wieder raus ;-)
drinnen viel schoene gebaeude und noch mehr menschen. alles touris, wow. wir umrunden alles brav, schiessen schoene fotos mit moeglichst wenig dumm guckenden menschen - ausser uns - und drehen weiter unsere runde. ziemlich froh, schliesslich endlich den ausgang zu finden und jack zu satteln. raus hier!

weg aus granada, rein ins inland. ueberraschender weise viel gruen hier - wunderschoen und ueberhaupt gar nicht spanisch. sowas! wir fahren viel richtung west und ein bisschen sued, gen ronda. finden das gestern empfohlene hostel, laden ab und machen uns auf den weg in die altstadt. nach zwei stunden haben wir aber dann auch wirklich alles gesehen.

nun bleibt nicht mehr viel uebrig zum ende der reise. also haben wir die zwei naechsten unterkuenfte in malaga und cordoba bereits vorreserviert. aber die reise bleibt dennoch weiter spannend...

...die straßen richtung küste sind unerwartet schön. saftiges grün der bäume. wir zwirbeln uns den berg rauf und runter, die felsen leuchten rot-braun. an marbella vorbei auf der belebtesten strasse in spanien. an uns vorbei düsen ferrari, porsche, bmw und mercedes regieren die bahn. dicke autos von denen, die hier unten ein ferienhaus für den sommer besitzen. an vielen villen sind die jalousien allerdings noch bis tief unten gekurbelt, die alarmanlage wacht über das haus. wir picknicken kurz und genießen den starken wind, der richtung wind bläst. dann geht die reise weiter nach malaga. wir suchen unser hostel auf und genießen den ausblick vom schloss über den hafen, die stierkampfarena und die grünflächen von marbella. hinter dem plaza de torres blähen sich die wohnblöcke auf. ein turm gewaltiger als der andere, leben hier spanier auf engstem raum. längst haben wir uns schon an diesen ablick gewöhnt. aber hier können wir trotz der erhabenheit unserer position nichtmal mehr den horizont sehen. sie ziehen sich weiter entlang an den bergfüßen die küste entlang, bis wir sie nichts mehr erkennen können. merits kommentar beim hineinfahren in marbella scheint treffend: "jeeeeesus, that's uglaaay!".
abends im hostel, nach einer kleinen runde durch malagas nacht, schaue ich mir "the o.c." in spanischer übersetzung an. im hintergrund schallt manu chao aus der bar. später tausche ich mich mit einem jungen aus kanada aus. wir tauschen verwirrungen der heimatländer aus und stellen fest, dass wir nicht nur die gleiche meinung über zweisprachige erziehung haben, sondern auch genau die gleiche reihenfolge der "verbrennungen" in valencia gesehen haben, ohne uns doch nur einmal über den weg zu laufen. vor lauter menschen. wir lachen viel und müssen uns beherrschen, nicht die anderen, schon schlafenden, gäste aufzuwecken. dann ist es halb zwei. mit hilfe meines handylichts ich lese noch ein paar zeilen in "sushi for beginners", dann schlummere ich ein.

am nächsten morgen düsen wir weiter nach cordoba. im besichtigen geübt, schaffen wir die stadt in gut 3 stunden, inklusive picknick und unterhaltung mit einer spanischen bankangestellten. die mesquita lassen wir noch aus, sparen uns die acht euro eintritt und besichtigen sie am kommenden morgen. nach der siesta im hostel unterhalte ich mich mit einem amerikanischer. er fragt mich, woher ich komme. ich versuche es ihm mit "nähe köln" zu erklären. woraufhin er sagt: "ich kenne nur aachen". ich muss lachen! das habe ich auch noch nicht erlebt. er ist fussballbegeistert, halb amerikaner, halb mexikaner. er hat vom aufstieg der alemannia gehört. und vom darauf folgenden abstieg... er peilt eine neue art des backpackings an. hat sich fussballkarten besorgt für verschiedene spiele in europa. er freut sich auf stuttgart-frankfurt und münchen-stuttgart in der allianz-arena. und als wir so über fussball, stadionatmosphäre und 90-minuten-anhaltenden-gesang plaudern, recken sich die haare auf meinen armen in die höhe. es kribbelt.

wir durchschreiten die mesquita und starten unsere heimreise. freuen uns auf valencia, aufs nach-hause-kommen, die letzten zweieinhalb monate unter der sonne, viele weitere gemeinsame erlebnisse und darüber, dass wir nach acht tagen reise immer noch weiter fahren könnten.















































Donnerstag, 20. März 2008

:: burn baby burn! ::




































die stadt brennt. nacheinander gehen die fallas zu boden. ein akt, der wohlmöglich auf das verbrennen nicht mehr benötigter lampen und kerzenständer nach ende des winters zurueckgeht. allerdings wird heutzutage gründlich mit benzin und feuerwerkskörpern nachgeholfen. dafuer ist die explosion aber auch umso schoener...