Mittwoch, 19. März 2008

:: ein feuerwerk in fünf akten ::

der erste kracher. er schießt hoch, schnurstracks. gerade. winselt sich geradezu gen himmel. er scheint zu verglühen, dann aber springt er auf. keine funken, aber ein krachen, dass wenige millisekunden verzögert in meinen ohren erschallt. puuum. dann ein rückhall der häuser hinter mir. eine kleine wolke bleibt zurück. dackelartig. sie verzieht langsam.

die lichter gehen aus. nun folgt der zweite akt. die eröffnungsböller. nie zuvor gesehene, schöne, bunte. die unteren steigen diagonal ins schwarze aus, kreuzen sich und fallen langsam, verglühen dabei. und kurz bevor sie verschwinden, erfahren sie eine art wiederbelebung, wiederauferstehung. zischen noch einmal hoch in den himmel, bevor sie endgültig verschwinden.

der dritte akt. bunte böller, gewöhnlich aber in dichter anzahl. wie ein musikstück beschreiben sie die geschichte der fallas. zwirbeln sich hoch in den himmel und komponieren die melodie. vergehen in grün, lila, rot und gelb. dazwischen regnet es immer wieder gold auf uns menschen herab. es kracht melodisch in meinen ohren: buuumbuuum.

der vierte akt: die hypnotisierung. unmengen von bunten krachern schießen in den himmel, fliegen auseinander und malen ein atemberaubendes bild vor dem schwarzen hintergrund. es kracht in meinen ohren, durch meine kleidung dringt der schall an meinen körper, mein herz pocht. meine sinne sind wie in trance. das schauspiel erreicht seinen klimax.

zum abschluss spielen die solisten. sie schrauben sich an den höhepunkt. kaum noch zu sehen ist der kleine funke, der endlich in viele teile zerspringt. goldschweife, die nacheinander platzen, krachen, funkeln. drei eindeutige kracher zum abschluss. das ende.

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