Mittwoch, 26. März 2008

:: es geht rund... - in spanien! ::


start: freitag morgen, valencia. 8 uhr. vom flughafen aus werden wir zur autovermietung gebracht. der erste teil unserer strecke beginnt. ab in den sueden! unser begleiter ist ein schwarzer nissan micra. suess ;-)
immer die e-332 runter. leider fehlt unserem kleinen flitzer der radio-code. aber er ist ersetzbar! zwischenstopp und autotausch in alicante. der neue: ein peugeot 207, knallblau und sehr suess ;-)
wir taufen in jack. also: hit the road, jack!

nach einigen kurzen zwischenstopps erreichen wir am abend los alcazares. sieht sehr huebsch aus, also entscheiden wir uns, hier zu bleiben. am abend fahren wir noch nach cartagena. nach einer glorreichen nacht im land der traeume geniessen wir am morgen das erste fruehstueck am binnenmeer, dem mar menor.

weiter entlang der kueste fahren wir am sonntag nach almería. wir finden ein nettes quartier bei einem alten ehepaar, ziemlich zentral. am abend ruhen wir uns nur aus, am naechsten tag erkunden wir hafen und stadt. alles noch bisschen schlaefrig hier, also ziehen wir weiter.

es folgt ein toller autofahrtag hinauf in die sierra nevada. wir landen in einem dorf namens bilbón. man koennte auch oertchen sagen. oder kaff. super luft, aber nix los ;-)
dafuer gibts tapas, den ersten fernseher seit tagen und eine wahnsinnsaussicht. dazu eine huebsche stube mit kaminfeuer, nette leute und immer noch mehr herrliche luft. erholung ist angesagt. am abend entschliessen wir uns, es hier noch einen tag laenger auszuhalten und jack den berg hinauf zu quaelen. dann aber auch uns selber. wandern. wow hab ich das frueher gehasst. wie die zeiten sich aendern. wir koennen unglaublicherweise bis marokko gucken, trotz diesiger luft und in etwa 250 kilometern distanz. auf unserer seite gibts mehr oder weniger spannende "wilde tiere", schneebedeckte berge und immer noch herrliche bergluft.
nach circa 3 stunden hinauf steigen wir hinab und fahren ins dorf. geniessen eine brotzeit mit bocadillo. der rest des nachmittags gehoert unseren buechern... und gute nacht.

nach dem fruehstueck schicken wir jack um den berg, rein in die stadt. es geht nach granada. nach dem abladen im hostel erkunden wir stadt und menschen. und irgendwie haben wir das dumme gefuehl, dass wir nicht die einzigen touristen hier sind. abends gibts internationale gespraeche im hostel. brasilianer, kanadier, chinesen, whatever. wir verstehen und gut und tauschen reisetipps aus. nebenbei schwaermen wir von zu hause - valencia...
wir schlafen gesegnet ein....

...und stehen frueh auf, um die ersten zu sein in der schlange vor der alhambra. naja die ersten sind wir nicht. aber auch nicht die letzten. eigentlich kommen wir super, denn einige hundert haben sich falsch angestellt, muessen sich umstellen, und dummerweise stehen wir nun mittendrin. trotzdem ist es schweinekalt. der kaffee waermt, und die hoffnung darauf, tickets fuer den heutigen morgen zu kriegen, stehen gut. statt einkalkulierter 12 euro zahlen wir als glueckliche studenten nur 9. super. ist der kaffee schon wieder raus ;-)
drinnen viel schoene gebaeude und noch mehr menschen. alles touris, wow. wir umrunden alles brav, schiessen schoene fotos mit moeglichst wenig dumm guckenden menschen - ausser uns - und drehen weiter unsere runde. ziemlich froh, schliesslich endlich den ausgang zu finden und jack zu satteln. raus hier!

weg aus granada, rein ins inland. ueberraschender weise viel gruen hier - wunderschoen und ueberhaupt gar nicht spanisch. sowas! wir fahren viel richtung west und ein bisschen sued, gen ronda. finden das gestern empfohlene hostel, laden ab und machen uns auf den weg in die altstadt. nach zwei stunden haben wir aber dann auch wirklich alles gesehen.

nun bleibt nicht mehr viel uebrig zum ende der reise. also haben wir die zwei naechsten unterkuenfte in malaga und cordoba bereits vorreserviert. aber die reise bleibt dennoch weiter spannend...

...die straßen richtung küste sind unerwartet schön. saftiges grün der bäume. wir zwirbeln uns den berg rauf und runter, die felsen leuchten rot-braun. an marbella vorbei auf der belebtesten strasse in spanien. an uns vorbei düsen ferrari, porsche, bmw und mercedes regieren die bahn. dicke autos von denen, die hier unten ein ferienhaus für den sommer besitzen. an vielen villen sind die jalousien allerdings noch bis tief unten gekurbelt, die alarmanlage wacht über das haus. wir picknicken kurz und genießen den starken wind, der richtung wind bläst. dann geht die reise weiter nach malaga. wir suchen unser hostel auf und genießen den ausblick vom schloss über den hafen, die stierkampfarena und die grünflächen von marbella. hinter dem plaza de torres blähen sich die wohnblöcke auf. ein turm gewaltiger als der andere, leben hier spanier auf engstem raum. längst haben wir uns schon an diesen ablick gewöhnt. aber hier können wir trotz der erhabenheit unserer position nichtmal mehr den horizont sehen. sie ziehen sich weiter entlang an den bergfüßen die küste entlang, bis wir sie nichts mehr erkennen können. merits kommentar beim hineinfahren in marbella scheint treffend: "jeeeeesus, that's uglaaay!".
abends im hostel, nach einer kleinen runde durch malagas nacht, schaue ich mir "the o.c." in spanischer übersetzung an. im hintergrund schallt manu chao aus der bar. später tausche ich mich mit einem jungen aus kanada aus. wir tauschen verwirrungen der heimatländer aus und stellen fest, dass wir nicht nur die gleiche meinung über zweisprachige erziehung haben, sondern auch genau die gleiche reihenfolge der "verbrennungen" in valencia gesehen haben, ohne uns doch nur einmal über den weg zu laufen. vor lauter menschen. wir lachen viel und müssen uns beherrschen, nicht die anderen, schon schlafenden, gäste aufzuwecken. dann ist es halb zwei. mit hilfe meines handylichts ich lese noch ein paar zeilen in "sushi for beginners", dann schlummere ich ein.

am nächsten morgen düsen wir weiter nach cordoba. im besichtigen geübt, schaffen wir die stadt in gut 3 stunden, inklusive picknick und unterhaltung mit einer spanischen bankangestellten. die mesquita lassen wir noch aus, sparen uns die acht euro eintritt und besichtigen sie am kommenden morgen. nach der siesta im hostel unterhalte ich mich mit einem amerikanischer. er fragt mich, woher ich komme. ich versuche es ihm mit "nähe köln" zu erklären. woraufhin er sagt: "ich kenne nur aachen". ich muss lachen! das habe ich auch noch nicht erlebt. er ist fussballbegeistert, halb amerikaner, halb mexikaner. er hat vom aufstieg der alemannia gehört. und vom darauf folgenden abstieg... er peilt eine neue art des backpackings an. hat sich fussballkarten besorgt für verschiedene spiele in europa. er freut sich auf stuttgart-frankfurt und münchen-stuttgart in der allianz-arena. und als wir so über fussball, stadionatmosphäre und 90-minuten-anhaltenden-gesang plaudern, recken sich die haare auf meinen armen in die höhe. es kribbelt.

wir durchschreiten die mesquita und starten unsere heimreise. freuen uns auf valencia, aufs nach-hause-kommen, die letzten zweieinhalb monate unter der sonne, viele weitere gemeinsame erlebnisse und darüber, dass wir nach acht tagen reise immer noch weiter fahren könnten.















































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