man kracht sich. ab und zu verträgt man sich. dieser ton funktioniert wohl nur unter geschwistern. gedankenübertragung. wenn das nicht funktioniert, reicht auch ein blick. stundenlange telefonate. hin und herschicken von grafikdateien, plaudereien über dies und das, ewig. zusammen schweigen können. das alles beschreibt eine ganz besondere beziehung. unendlicher respekt und liebe sind die basis dieser. verständnis, vertrauen, ehrlichkeit. geschwisterliebe ist eine beziehung, die sich entwickeln muss. wahrscheinlich eine der schönsten beziehungen der welt: die gleichen eltern, die gleiche generation, die gleichen (verbindenden) gene. das prägt! der berühmteste satz unserer (bisherigen) geschichte ‚wir spielen nur das wir uns streiten’, eine lüge zur berühigung unserer eltern. denn wir stritten uns (natürlich!) doch, aber mussten hiernach gemeinsam lachen. die vielen gemeinsamen erlebnisse aus unserer kindheit verbinden uns. sie hat sich bei unserem skilehrer dafür eingestzt, dass ich bei den großen mitfahren darf, auch wenn ich tempomäßig noch dezente schwierigkeiten hatte (das werde ich dir nie vergessen!). ich war stolz, als sie abi machte. ich habe sie in essen besucht und sehnsüchtig darauf gewartet, dass auch für mich die zeit des studiums endlich kam. sie ist mir mit dem kochlöffel die kellertreppe herunter gefolgt (oder war es anders herum...?) und haben uns nicht nur das ausmisten des meerschweinchenstalles, sondern auch das ausräumen der spülmaschine geteilt. geschwisterliebe. da ist sie wohl schon immer, doch bemerkt man sie erst dann richtig, wenn man den anderen vermisst.
anne, ich wünsche dir für die kommende zeit alles erdenklich gute! der kleine emil justus wird bestimmt ein prachtkerl, denn er hat eine wunderbare mama! behalte dir deine ehrlichkeit, deine kreativität und bitte auch ein bißchen deiner verrücktheit! denn für das alles liebe ich dich sehr und find's endgeil, dass du meine große schwester bist!
die kleene.



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