Montag, 16. Juni 2008

:: schlaflos in valencia ::

es ist halb zwei durch, marén liegt schlummernd im bettchen und träumt von...wahrscheinlich von elfen, lieben geistern und schönen stränden. oder sowas. und ich, sitze im wohnzimmer. kann nicht schlafen, weil mein kopf noch beschäftigt ist. meine koffer halbvoll bepackt, aber bis an die grenze des möglichen gewichts. viele (klein-)teile sind noch übrig. morgen müssen wir noch ein letztes mal auf die uni fahren, einige sachen abgeben und geld einstreichen. viele stichpunkte schwirren in meinem kopf, und ich kriege keinen abstand. keine ruhe. kann nicht schlafen. es ist zu hell, zu warm, zu viel. ich will den moment genießen. eben saßen wir noch am plaza de la virgen. der fast volle mond stand über der kathedrale. eine andächtige szenerie, eine andächtige stimmung. vor zehn monaten kam ich her, vor zehn monaten suchte ich mir ein neues zuhause. ich suchte freunde, eine neue aufgabe, eine neue kultur. ich habe eine wohnung gefunden, eine neue stadt, ein neues zuhause. neue freunde, eine aufgabe, einen sinn. die ganze zeit wusste ich, dass es nicht für ewig sein sollte. und es war ok so. aber wenn der zeitpunkt gekommen ist, fällt es wahnsinnig schwer. ein teil meines lebens wird bald der vergangenheit angehören. ein teil meines herzens immer an valencia hängen, an dieser zeit, an diesem abschnitt meines lebens. wird meine erinnerung nicht mehr verlassen. und während ich hier sitze, am offenen fenster, bei gefühlten 17 grad, in einer lauen sommernacht, im sessel in unserem wohnzimmer, sauge ich den moment in mich auf. leise höre ich die stadt schlafen. und will es auch. will träumen von dem was kommt. aber kämpfe mit den erinnerungen in meinem kopf, die noch zu präsent sind, um sie zu abzuspeichern. sie lassen mich nicht los, sie halten mich wach. ich finde keine ruh.

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